Ein 47-Jähriger verblüfft alle

Ein 47-Jähriger verblüfft alle

Pöhl-Am vergangenen Wochenende stand mit der deutschen Freiwassermeisterschaft im Finswimming die Talsperre Pöhl im Blickpunkt aller Freunde dieses Sports.

Beauftragt durch den Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gelang es dem Tauchclub Nemo Plauen, nach 2015 und 2016, auch dieses Jahr einen perfekt organisierten Wettkampf durchzuführen.

In seiner Eröffnungsrede dankte Sport-und Kulturbürgermeister Steffen Zenner den Organisatoren, dass mit der Ausrichtung dieser deutschen Meisterschaft, Plauen und somit auch das ganze Vogtland, sportlich erneut in den Mittelpunkt gerückt wurde. Des Weiteren würdigte er die Leistungen der Plauener Flossenschwimmer, die national wie auch international, die Spitzenstadt vertreten und wünschte allen Teilnehmern dieser Titelkämpfe maximale Erfolge.

Insgesamt waren 139 Flossenschwimmer aus dem gesamten Bundesgebiet angereist, um unter den Augen von Spartenleiterin `Finswimming` des VDST Ute Goldberg und Bundestrainer Orientierungstauchen Hartmut Winkler ihre Meister zu ermitteln.

Sportlich sorgte gleich im ersten Rennen über 2000 Meter Sven Gräf (47) mit dem deutschen Meistertitel in der Masterklasse aus Plauener Sicht für eine Sensation. Als Zweiter des gesamten Starterfeldes überquerte der Mitvierziger die Ziellinie und lies selbst jüngere Athleten weit hinter sich. Robert Golenia, der im selben Lauf Neunter wurde und in der Altersklassenwertung Rang vier belegte, sah den Wettkampf als Vorbereitung auf die bevorstehende Europameisterschaft Ende des Monats in Griechenland. „Für mich war es wichtig in einer ordentlichen Zeit, und vor allem, verletzungsfrei ins Ziel zu kommen“, sagte der Sportsoldat. Sein Trainer Frank Hannich zeigte sich mit dem Gezeigten zufrieden und ist hinsichtlich bevorstehender Aufgaben zuversichtlich. Doch auch die anderen drei Nemo Athleten, Ben Schemmrich, Luzia Hallebach-Krauße und Jonas Uhlig, überzeugten über die gleiche Distanz in ihren Altersklassen. In der Endabrechnung belegten Schemmrich Platz fünf sowie Hallebach-Krauße und Uhlig Platz sieben und waren somit erneut unter den besten Zehn vertreten.

Über die Strecken 1000 und 6000 Meter sowie die am Sonntag durchgeführten Staffelwettbewerbe über 4x1000m schickte der TC Nemo keine Sportler an den Start. Hier gingen die Titel in den Altersklassenwertungen an Athleten aus Berlin, Rostock, Brandenburg, Babelsberg, Dresden, Erfurt, Dortmund, Darmstadt und Münster.

Ältester Teilnehmer an dieser deutschen Meisterschaft war der aus dem Ruhrpott stammende neunundsiebzigjährige Flossenschwimmer Heinz Huber Voss, der über 2000m an den Start ging und auch einen Podestplatz erreichte. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte der erst 13 jährige Tim Venz von der SG Stahl Brandenburg. Der Knirps, der über 6000m an den Start ging und nach mehr als zwei Stunden die Ziellinie überquert, wurde für seine Leistung mit tosenden Applaus von den an Land verweilenden Akteuren und den zahlreichen Zuschauern gewürdigt und mit Silber belohnt.

Mit viel Kraft- und Zeitaufwand schaffte es der Tauchclub Nemo alle Teilnehmer von diesen Titelkämpfen zu begeistern. „Es war wieder phantastisch. Alles hat gepasst. Das Wetter, die Wassertemperatur dieses traumhaftgelegenen Stausees als auch das ganze Drumherum“, sagte Leo Runge aus Mülheim/Saarn, der mit seiner Meinung gegenüber dem Organisationsteam nicht alleine dastand.

Für die Plauener Tauchsportler heißt es nun sich voll und ganz auch ihren EM Teilnehmer Robert Golenia zu konzentrieren und ihn in seiner Vorbereitung, und somit für ein erfolgreiches Abschneiden auf Europas großer Bühne, in allen Belangen zu unterstützen.

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